Die Sanitätsgruppe
- Der Sanitätsdienst im Katastrophenschutz
- Der Sanitätsdienst ist ein Fachdienst des Katastrophenschutzes in Deutschland. Seine Aufgabe ist die Versorgung von Verletzten und Erkrankten bei einem Massenanfall von Verletzten oder Erkrankten. Dies umfasst vor allem die Schaffung von erforderlicher Infrastruktur durch Aufbau von Behandlungsplätzen und Einrichtung von Rettungsmittelhalteplätzen. Die Einheiten des Sanitätsdienstes bestehen aus ehrenamtlichen Helfern, die für ihre Tätigkeit eine entsprechende Fachdienstausbildung absolvieren.
- Aufgaben des Sanitätsdienstes
-
Der Sanitätsdienst hat innerhalb des Katastrophenschutzes die Aufgabe, bei Eintritt eines Großschadensereignisses oder dem Vorliegen einer Gefahrenlage diejenigen Menschen zu versorgen, die durch diese Situation verletzt wurden oder erkrankt sind. Unverletzt Betroffene werden dagegen vom Betreuungsdienst übernommen. Der Sanitätsdienst arbeitet eng mit dem Rettungsdienst zusammen. Zu seinen Aufgaben gehören dabei:
- Heranführen von dringend benötigtem Material wie Tragen, Decken, Infusionen, Sauerstoffgeräten, Verbandstoffen usw. in der benötigten Menge an die Einsatzstelle
- Schaffung von erforderlichen Infrastrukturen an der Einsatzstelle durch Einrichten eines Behandlungsplatzes
- Suche von Verletzten
- Erstversorgung von Verletzten
- Übernahme von durch andere Helfer erstversorgten Verletzten und Transport zum Behandlungsplatz
- Herstellen und Aufrechterhaltung der Transportfähigkeit von Verletzten
- Versorgung und Betreuung von Verletzten und Kranken bis zu deren Abtransport in die Klinik
- Transport der Verletzten und Erkrankten in die Klinik
- Übernahme der medizinischen Versorgung kontaminierter Verletzter
- Durchführung der behelfsmäßigen Dekontamination
- Durchführung der Registrierung und Dokumentation
Diese Aufgaben werden heutzutage vielfach durch die Errichtung und das Betreiben eines Behandlungsplatzes sichergestellt.
- Schnelleinsatzgruppe (SEG)
- Schnelleinsatzgruppen haben gegenüber den regulären Einheiten des Katastophenschutzes eine deutlich kürzere Vorlaufzeit von der Alarmierung bis zum Eintreffen am Einsatzort, in der Regel 15 Minuten für eine Schnelleinsatzgruppe gegenüber zwei Stunden für Katastrophenschutzeinheiten. Schnelleinsatzgruppen mit Ausrichtung auf den Sanitätsdienst existieren bereits seit geraumer Zeit und an vielen Standorten in Deutschland. Eine Schnelleinsatzgruppe hat eine Stärke von sechs bis fünfzehn Helfern.
Gruppenführer Sanitätsdienst
-
Michael Pluta
- E-Mail: michael.pluta@malteser-beuel.de
